Lebendige Gärten in Ahnatal - so kann es gehen:                                                                                                                           Erste Tipps

Hummel auf Wegwarte

Foto: Ruth Brosche, Ahnatal

Heimisch statt exotisch

Pflanzen Sie heimische Pflanzen und Sträucher, haben Sie weniger Arbeit, denn diese sind an das hiesige Klima angepasst und benötigen in der Regel wenig Pflege und keinen oder kaum Dünger. 

Gleichzeitig tun Sie etwas Gutes für die Insekten- und damit auch die Vogelwelt. Denn diese Tiere sind an die heimische Gewächse angepasst, hier finden eine Vielzahl von ihnen Schutz und Nahrung.

Viele sind unkompliziert und wachsen auf unterschiedlichen Böden:

Wie wäre es bei den heimischen Stauden z.B. mit der unkomplizierten Fetthenne (Sedum telephium), der dekorativen Kugeldistel (Echinops ritro), der zarten, aber anspruchslosen Moschus-Malve (Malva moschata) oder der unermüdlich blühenden Roten Spornblume (Centranthus ruber)?

Bei den heimischen Sträuchern ist die gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis) zu empfehlen. Sie blüht wunderschön (da freuen sich die Bienen), die Beeren sind schmackhaft für Mensch und Tier und im Herbst gibt sie mit schöner Laubfärbung dem Garten ein "Indian Summer"-Feeling.

Empfehlenswert sind auch ein Haselnussstrauch (Carylus avellana) oder Holunderstrauch, wenn die Größe des Garten es erlauben.

 

Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Seite "Infos, Links, Broschüren und mehr".

Nahrung und Schutz das ganze Jahr

Schwalbenschwanz

Foto: Ruth Brosche, Ahnatal

Ein Garten, der Artenreichtum fördert, bietet das ganze Jahr über Nahrung und Schutzmöglichkeiten für Insekten, Vögel etc.

D.h. die Stauden und Gehölze sind so ausgewählt, dass möglichst ganzjährig etwas blüht oder fruchtet und damit Pollen, Nektar oder Beeren für Insekten und Vögel zu finden sind.

Hierbei z.B. besonders an Frühblüher wie Winterschneeball und Krokusse denken und an fruchttragende Sträucher wie z.B. Kornelkirsche, Holunder und Weißdorn. Diese sind eine der Hauptnahrungsquellen für Gartenvögel. 

Sträucher mit Dornen wie der Weißdorn oder die Schlehe bieten Vögeln darüber hinaus auch Schutz vor Katzen.


Vielfalt geht in der kleinsten Ecke

Es braucht keinen Garten, auch auf dem Balkon klappt es mit der Vielfalt:

Die beliebten gefüllten Geranien im Balkonkasten bringen weder Pollen noch Nektar.

Wie wäre es statt dessen mit einer bunten Mischung aus blühenden Küchenkräutern wie Schnittlauch, Rosmarin, Thymian, Salbe, dann z.B. noch Kapuzinerkresse, Fächerblume, Verbenen, Vergissmeinnicht oder Männertreu dazu; da summt auch der Balkonkasten und sie können regelmäßig ernten.

Oder Sie lassen sich begeistern von heimischen Wildstauden und gestalten einen wilden Balkonkasten.

Hilfreiches Interview mit dem Biologen und naturnahen Grünplaner Reinhard Witt zum Weiterlesen:

https://www.bioland.de/im-fokus/interviews/detail/article/geranien-sind-fuer-die-natur-absolut-nutzlos.html

 

Oder eine alte Schubkarre oder Zinkwanne wird als Schmetterlingsbeet mit Nektarpflanzen (z.B. für den Zitronenfalter), wie Krokussen, Huflattich, Wiesen-Flockenblume und Bartnelke bepflanzt. Eine andere vielleicht mit Raupenfutterpflanzen wie Fenchel und Heilwurz für den Schwalbenschwanz und Schwebfliegen. Damit locken Sie Schmetterlinge in den Garten.

Bild: Schwalbenschwanz

Quelle: Bruno Hotz - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Oder es wird vor dem Haus oder im Hof ein Hochbeet angelegt, das geht auch ohne direkten Erdkontakt im "Urban Gardening"-Style. Hier ein Foto eines ganz besonderen "Hochbeetes", das gut zu unserer dörflichen Tradition passt:


Foto: Sekundaere Wildnis, temporaerer Garten im KunsthausWien | 2017-07

Quelle: Klasse im Garten - Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)