Unser Insekten-Liebling des Monats

NOVEMBER 2018                              Gewöhnlicher Efeu                              (Hedera helix)

Blutfliege an Efeublüte                                                                    Feldwespe (rechts) an Efeublüte

Fotos: Klaus Brocke, Ahnatal

Der Efeu ist eine stark wachsende rankende Kletterpflanze, die bis zu 20 m hoch werden kann, und eine wertvolle Insektenweide. Er gedeiht besser im (Halb)Schatten als in der Sonne.

Alte Efeupflanzen fangen nach ca. 8-10 Jahren an zu blühen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der nicht viele andere Pflanzen blühen, von ca. September bis in den November/Dezember hinein! Die Blüten sind unscheinbar gelblich grün, aber bieten Bienen, Wespen und Schmetterlingen zum Jahresausklang Nektar. Sehr gerne finden sich hier z.B. Admiral oder Kleiner Fuchs ein. 

Die schwarzen Beeren sind giftig und bei Amseln und Drosseln als Winternahrung beliebt.

Ein erklärter Insektenliebling, denn der Efeu bietet Nahrung für Insekten und Vögel und Schutz, da Vögel gerne in alten Exemplaren nisten!

Admirale auf Efeublüten

Foto: Red Admirals 266/366, Hornbeam Arts  - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

OKTOBER 2018                                        Hohe Fetthenne                                   (Sedum telephium o. spectacle o.a.)

Foto: Klaus Brocke, Ahnatal

Die Fetthenne blüht ab August/September und ist eine verlässliche Nektarquelle für Schmetterlinge im Herbst, gerne wird sie vom Tagpfauenauge und dem Kleinen Fuchs besucht. Auch Bienen und Hummeln lieben diese Pflanze.

Die Hohe Fetthenne ist als Gartenpflanze unkompliziert und langjährig.

Sie wird ca. 70 cm hoch und wächst horstig. Auffällig sind die fleischigen Blätter, in denen sie Wasser speichern kann - Trockenheit verträgt sie problemlos. Darüberhinaus lässt die Staude sich durch Teilen der Pflanze im Frühjahr oder Bewurzeln von einzelnen Trieben in Wasser oder Erde leicht vermehren.

 

Die abgeblühten Stengel erst im Frühjahr zurückschneiden, wenn der frische Austrieb sich zeigt, denn sie bieten eine Überwinterungsmöglichkeit für kleine Insekten!

Foto:  Autumn Joy 273/365

Clare Griffiths - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

SEPTEMBER 2018                          Bartblume                                       (Caryopteris clandonensis)

Foto: Blue Mist Spirea, Patrick Standish Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Die Bartblume ist ein Halbstrauch, dessen Triebe unten verholzen, er wird bis ca. 1 m hoch.

Die Blüten erscheinen von August bis Oktober und sind je nach Sorte von einem sehr intensiven Blau - sie sind Bienen- und Hummelmagneten!

Der Gartenboden darf nicht zu schwer sein und v.a. im Winter ohne Staunässe.

Im Frühjahr wird die Bartblume eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten.

Sie ist nicht sehr frosthart, von daher empfiehlt sich ein Winterschutz.

Foto: Klaus Brocke, Ahnatal

AUGUST 2018                      Malvengewächse                             (Malvacea)

Hibiskus

Fotos: Klaus Brocke, Ahnatal

Zu den Malvengewächsen gehören eine Vielzahl verschiedener Pflanzen, z.B. auch die Linde!

Wir schauen hier nur auf die in Deutschland heimischen oder eingeführten Gartengewächse dieser Familie. Da gibt es z.B. die Moschus-Malve (Malva moschata), die Wilde Malve (Malva sylvestris) oder auch die Rosen-Malve (Malva alcea). Auch die Stockrose und der  Eibisch gehören dazu:

Hibiskus/Eibisch(Fotos oben):

Er kommt aus Südeuropa Ihn gibt es in vielen verschiedenen Farben. Der Hibiskus ist ein aufrecht wachsender Strauch, der bis zu drei Meter hoch und bis zu 2 Meter breit werden kann. Nicht erschrecken, Feuerwanzen lieben Hibiskus und knabbern die Früchte an. Dabei sind sie für die Pflanze selbst nicht schädlich.

Die Wilde Malve, die zu den ältesten bekannten Nutz- und Heilpflanzen gehört, sät sich leicht selber aus. Sie wird zwischen 30 und 100 cm hoch, hat violette Blüten, ist zweijährig bis ausdauernd und wird umgangssprachlich auch "Käsepappel" genannt. "Käse" bezieht sich auf die Früchte, die Käselaibe ähneln und "Pappel" auf die frühere Verwendung für Kinderbrei "Papp". (Quelle: http://www.wildes-berlin.de/wilde-malve/). Die Wilde Malve liebt trockene und nährstoffreiche Böden, und bietet Bienen, Hummeln und Schwebfliegen reichlich Nektar. Sie ist darüber hinaus auch Futterpflanze für mehrere Schmetterlingsarten.

Die Moschus-Malve hat hellrosa Blüten, wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch und wächst gerne auf kalkarmen Böden.

Wilde Malve (Malva sylvestris)

Foto: Margrit - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Malva Moschata

Foto: Andreas Rockenstein - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

JULI 2018                                        Kugeldistel                                       (Echinops ritro)

Staude aus dem Mittelmeerraum, gehört zu den Korbblütlern.

Die Kugeldistel bietet Hummeln, Bienen und Schmetterlingen Nektar.

Sie ist anspruchslos und gedeiht auch auf mageren trockenen Böden.  Staunässe verträgt sie allerdings gar nicht. Sie wird in der Regel 80-100 cm hoch, kann aber auch noch höher werden.

Die verblühten Samenstände sind auch über den Winter hin attraktiv.

Fotos: Klaus Brocke, Ahnatal



JUNI 2018                                             Wildrose                                                     (z.B. Rosa gallica, Rosa rugosa)

Rosa Gallica or Apothecary's rose

Foto: Dawn Huczek - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Wildrosen habe im Gegensatz zu vielen Edelrosen keine gefüllten Blüten und bieten viel Pollen für (Wild)Bienen.

Darüber hinaus bilden viele Wildrosen Hagebutten aus, die Vögeln im Herbst und Winter Nahrung bieten. Manche Wildrosen duften stark, es gibt sie in vielen Farben und Höhen.

Wildrosen sind in der Regel wesentlich pflegeleichter als hochgezüchtete Rosen, da keine besonderen Pflegemaßnahmen notwendig sind, wie z.B. das Ausputzen verblühter Blüten. Im Gegenteil, die Hagebutten sind erwünscht!

Foto: Ruth Brosche, Ahnatal


MAI 2018                                    Katzenminze                                              (z.B. Nepeta x faassenii)

Foto: Nepeta, Elsa Spezio - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Eine dankbare und unkomplizierte Blütenstaude, die lange blüht und von Insekten geliebt wird. Sie zieht Hummeln, Schmetterlinge und (Wild)Bienen an. Es gibt sie in verschiedenen Höhen und Farben (blau, violett, weiß). 

Die Katzenminze blüht zwischen April und Juli - nach der Blüte zurückschneiden, dann blüht sie im Spätsommer ein zweites Mal. Wächst auf kargen sowie nährstoffreichen Böden.