Unser Insekten-Liebling des Monats

AUGUST 2019

Gewöhnliche/Gemeine Nachtkerze                (Oenothera biennis)

Oeothera biennis

Beide Fotos: Andreas Rockenstein -  Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

Die Nachtkerze ist eine faszinierende und unkomplizierte Zweijährige.

Sie blüht von Juni bis September und kann über 120 cm hoch werden. Die Pflanze bildet im ersten Jahr nur eine Blattrosette aus, aus dieser im zweiten Jahr hohe Blütenkerzen wachsen. Die gelben Blüten duften und entrollen sich erst abends in der Dämmerung (sie verwelken am nächsten Vormittag). Dies mitansehen, ist ein schönes Schauspiel. In diesem YouTube-Film kann man in Echtzeit zuschauen, wie die Blüten sich entfalten: https://www.youtube.com/watch?v=uLFm-SNPrag

Die Pflanze bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze und magere sandige bis lehmige Böden. Sie muss nicht gegossen werden, wenn es keine außergewöhnliche Trockenheit gibt. Staunässe wird nicht gut vertragen, schwere Böden müssen deshalb mit Sand abgemagert werden. An geeigneten Plätzen sät sie sich selber wieder aus.

Die Pflanze wird von Nachtfaltern angeflogen und morgens von Hummeln und Bienen. Z.B. das Taubenschwänzchen als tagaktiven Nachtfalter kann man dort beobachten. Ein Falter wurde nach der Nachtkerze benannt, der Nachtkerzenschwärmer. Die Nachtkerze bietet diesem und auch anderen Nachtfalterraupen Futter.

Die Nachtkerze ist eine Heilpflanze, ist allerdings erst seit ca dem 17. Jahrhundert in Deutschland angesiedelt. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika. Mit den Samen der Nachtkerze kann z.B. Nachtkerzenöl hergestellt werden, das bei verschiedenen Hautleiden wirksam sein soll.

JULI 2019

Borretsch (Borago officinalis)

Borretsch

Beide Fotos: Daniel Jolivet- Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

Titel: Thésée-la-Romaine (Loir-et-Cher) und Villedieu-le-Chateau (Loir-et-Cher)

Der Borretsch ist eines der typischen nordhessischen "Grüne Soße"-Kräuter und wird auch Gurkenkraut oder Himmelsstern genannt.

Einmal im Garten angekommen, versamt sich das einjährige Kraut sehr aktiv, also einmal Borretsch - immer Borretsch. Es bevorzugt nährstoffreiche Böden und einen warmen Standort.

Der Borretsch zeigt seine blauen Sternblüten von Mai/Juni bis zum ersten Frost und ist eine beliebte Bienen- und Hummelweide.

 

JUNI 2019

Ringelblume (Calendula officinalis)

Calendula

Foto: Ruth Brosche, Ahnatal

Die Ringelblume ist eine ein-, teils auch zweijährige Pflanze mit einer Pfahlwurzel, sie wird 30-60 Zentimeter hoch. Ihre Blütenfarbe variiert zwischen Gelb und kräftigem Orange, die Blütezeit dauert von Juni bis zu den ersten Frösten. Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Florfliegen lieben die Ringelblume, sie bietet ihnen Pollen und Nektar.

Einmal im Garten angekommen, versamt die Ringelblume sich mit ihren namensgebenden geringelten Samen (siehe Foto unten) stark. Sie stellt keine besonderen Ansprüche an den Untergrund und wächst sowohl in schottrigem wie auch nährstoffreichem Boden. Sie mag es sonnig, im Halbschatten wächst sie zurückhaltender. Mit ihren Pfahlwurzeln locker die Pflanzen den Boden und werden teilweise auch zur Gründüngung eingesetzt.

Die Ringelblume ist auch als "Wetteranzeiger" bekannt, sie öffnet ihre Blüten nicht, wenn Regen droht. 

Die Calendula ist eine alte Heilpflanze und wird in Schriften u.a. von Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp mit verschiedenen Wirkweisen erwähnt. Die Blütenblätter werden in Form von Aufgüssen, Tees, Öl oder Salben verwendet.

Die Blütenblätter sind essbar und können dekorativ in Kräuterbutter oder Salaten verwendet werden.

Alles in allem ist die Ringelblume eine unkomplizierte und lohnende Gartenbewohnerin!

Bild 1: Solawi            Foto: Cornelia Kopp - Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

Bild 2: Illustration    www.wikipedia, Link: 282px-Calendula_officinalis_-_Köhler–s_Medizinal-Pflanzen-024.jpg

MAI 2019

Berg-Flockenblume (Centaurea montana)

Centaurea montana

Fotos: Dave Gunn - Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

 

Die Berg-Flockenblume wächst krautig, sie wird zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch und bildet mit der Zeit dicke Tuffs im Garten. Sie versamt sich stark und verbreitet sich auch über Wurzelausläufer.

Die Blüten erscheinen von April bis Juni, die Pflanze remontiert/blüht erneut im Herbst nach dem Ausputzen der vertrockneten Frühjahrsblüten. Die Blütenkörbchen sind königsblau mit violetten Röhrenblüten in der Mitte. 

Die Flockenblume wächst in der Sonne und Halbschatten in nährstoffreicher Erde. Da sie sich stark ausbreitet und dicke Wurzeln entwickelt, sollte man sie gezielt setzen.

 

Centaurea montana ist eine sehr schöne unkomplizierte und langjährige Bienenweide, die in keinem Naturgarten fehlen sollte.

Eine andere Blütenfarbe zeigt die Wiesen-Flockenblume, die sich wild auf Wiesen und an Wegesrändern findet. Sie ist mehrjährig und eine wertvolle Schmetterlingsweide.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Foto: Maja Dumat - Creative Commons Licence Version 4.0

APRIL 2019

Zierjohannisbeere (Ribes sanguineum)

 

Die Zierjohannisbeere ist ein hübscher und unkomplizierter Zierstrauch, der den frühen Hummelköniginnen und Bienen Pollen und Nektar spendet.

Sie hat schöne rote Blütentrauben, aus denen sich später kleine blaue Beeren entwickeln, die von Vögeln gerne verzehrt werden.

Der Strauch wird 2-3 Meter hoch, wächst langsam und hat eine aufrechte Form.

 

 

 

Die Pflanze wächst in Sonne und Halbschatten und benötigt nahrhaften, sandig-lehmigen, humosen Boden. Sie wächst aber auch klagelos im schweren nordhessischen Lehmboden der Verfasserin ;-)).

 

Fotos: Klaus Brocke, Ahnatal

MÄRZ 2019                                       Kornelkirsche (Cornus mas)

 

Cornus mas

Beide Fotos: Andreas Rockstein - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)


Die heimische Alternative zur aus China stammenden Forsythie, die keine Nahrung für Insekten oder Vögel liefert. Darüber sieht eine Forsythie im Herbst langweilig aus - nicht so die Kornelkirsche mit roten Früchten! 

Die Kornelkirsche ist der erste Frühblüher unter den heimischen Sträuchern und daher im zeitigen Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle. Im zeitigen Frühling bietet er mit seinen gelben Blüten reichlich Nektar und Pollen für Bienen, Hummeln und andere Insekten. 

Cornus mas ist ein Hartriegelgewächs und ein robuster und winterharter Strauch, der ideal ist für naturnahe Gärten.

Der Strauch ist auch ein bei Vögeln beliebt, im Herbst trägt er rote Früchte, die mit ihren Samen den Vögeln Nahrung liefern. Die Früchte sind auch für Menschen genießbar und können zu Gelee, Likör o.ä. verarbeitet werden.

Die Kornelkirsche kommt mit verschiedenen Gartenböden klar und benötigt Sonne oder Halbschatten.

FEBRUAR 2019                                               Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus)                   Frühlings-Krokus (crocus vernus)

Frühlings-Krokus mit Honigbiene

Foto: Ruth Brosche, Ahnatal

Draußen ist es noch ungemütlich und kalt - trotzdem können frühe Wildbienen, wie z.B. die Gehörnte Mauerbiene schon unterwegs sein. Auch junge Hummel-Königinnen, z.B. der Erdhummel, fliegen schon bei sehr niedrigen Temperaturen, denn sie suchen einen Ort, an dem sie ihr Volk gründen können. Honigbienen fliegen erst bei ca. 10 Grad Celsius.

Alle benötigen nach der Überwinterung dringend Nahrung. So sind die früh blühenden Krokusse eine wichtige Pollenquelle.

Krokusse werden ca. 5-10 Zentimeter hoch und lieben einen sonnigen durchlässigen Boden. Gepflanzt werden können sie im Herbst und als Faustregel gilt: Pflanztiefe drei Mal die Zwiebellänge. Eine besondere Pflege benötigen die Frühblüher nicht; nur sollte das Laub nicht entfernt werden, bevor es eingetrocknet ist, damit die Pflanzen Nährstoffe sammeln können.

Der Elfen-Krokus gehört zu den sogenannten Botanischen Sorten und ist kleinblütiger als der Frühlings-Krokus. Er blüht von Februar bis März und eignet sich sehr gut für naturnahe Gärten. Geeignet sind z.B. Stellen unter Gehölzen, die im Frühjahr Sonne erhalten, später nicht mehr unbedingt. Crocus tommasinianus sät sich aus und bildet über die Jahre dichte Teppiche. 

Frühlings-Krokusse (crocus vernus) blühen im März und April. Es gibt eine Vielzahl von Farben und Sorten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

Foto: Björn S.  - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Winterpause

Foto: Ruth Brosche, Ahnatal

NOVEMBER 2018                             Gewöhnlicher Efeu (Hedera helix)

Raupenfliege an Efeublüte                                                                                                      Feldwespe (rechts) an Efeublüte

Fotos: Klaus Brocke, Ahnatal

Der Efeu ist eine stark wachsende rankende Kletterpflanze, die bis zu 20 m hoch werden kann, und eine wertvolle Insektenweide. Er gedeiht besser im (Halb)Schatten als in der Sonne.

Alte Efeupflanzen fangen nach ca. 8-10 Jahren an zu blühen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der nicht viele andere Pflanzen blühen, von ca. September bis in den November/Dezember hinein! Die Blüten sind unscheinbar gelblich grün, aber bieten Bienen, Wespen und Schmetterlingen zum Jahresausklang Nektar. Sehr gerne finden sich hier z.B. Admiral oder Kleiner Fuchs ein. 

Die schwarzen Beeren sind giftig und bei Amseln und Drosseln als Winternahrung beliebt.

Ein erklärter Insektenliebling, denn der Efeu bietet Nahrung für Insekten und Vögel und Schutz, da Vögel gerne in alten Exemplaren nisten!

Admirale auf Efeublüten

Foto: Red Admirals 266/366, Hornbeam Arts  - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

OKTOBER 2018                                                 Hohe Fetthenne (Sedum telephium o. spectacle o.a.)

Foto: Klaus Brocke, Ahnatal

Die Fetthenne blüht ab August/September und ist eine verlässliche Nektarquelle für Schmetterlinge im Herbst, gerne wird sie vom Tagpfauenauge und dem Kleinen Fuchs besucht. Auch Bienen und Hummeln lieben diese Pflanze.

Die Hohe Fetthenne ist als Gartenpflanze unkompliziert und langjährig.

Sie wird ca. 70 cm hoch und wächst horstig. Auffällig sind die fleischigen Blätter, in denen sie Wasser speichern kann - Trockenheit verträgt sie problemlos. Darüberhinaus lässt die Staude sich durch Teilen der Pflanze im Frühjahr oder Bewurzeln von einzelnen Trieben in Wasser oder Erde leicht vermehren.

 

Die abgeblühten Stengel erst im Frühjahr zurückschneiden, wenn der frische Austrieb sich zeigt, denn sie bieten eine Überwinterungsmöglichkeit für kleine Insekten!

Foto:  Autumn Joy 273/365

Clare Griffiths - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

SEPTEMBER 2018                                Bartblume (Caryopteris clandonensis)

Foto: Blue Mist Spirea

Patrick Standish Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Die Bartblume ist ein Halbstrauch, dessen Triebe unten verholzen, er wird bis ca. 1 m hoch.

Die Blüten erscheinen von August bis Oktober und sind je nach Sorte von einem sehr intensiven Blau - sie sind Bienen- und Hummelmagneten!

Der Gartenboden darf nicht zu schwer sein und v.a. im Winter ohne Staunässe.

Im Frühjahr wird die Bartblume eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten.

Sie ist nicht sehr frosthart, von daher empfiehlt sich ein Winterschutz.

Foto: Klaus Brocke, Ahnatal

AUGUST 2018                          Malvengewächse (Malvacea)

Hibiskus

Fotos: Klaus Brocke, Ahnatal

Zu den Malvengewächsen gehören eine Vielzahl verschiedener Pflanzen, z.B. auch die Linde!

Wir schauen hier nur auf die in Deutschland heimischen oder eingeführten Gartengewächse dieser Familie. Da gibt es z.B. die Moschus-Malve (Malva moschata), die Wilde Malve (Malva sylvestris) oder auch die Rosen-Malve (Malva alcea). Auch die Stockrose und der  Eibisch gehören dazu:

Hibiskus/Eibisch(Fotos oben):

Er kommt aus Südeuropa Ihn gibt es in vielen verschiedenen Farben. Der Hibiskus ist ein aufrecht wachsender Strauch, der bis zu drei Meter hoch und bis zu 2 Meter breit werden kann. Nicht erschrecken, Feuerwanzen lieben Hibiskus und knabbern die Früchte an. Dabei sind sie für die Pflanze selbst nicht schädlich.

Die Wilde Malve, die zu den ältesten bekannten Nutz- und Heilpflanzen gehört, sät sich leicht selber aus. Sie wird zwischen 30 und 100 cm hoch, hat violette Blüten, ist zweijährig bis ausdauernd und wird umgangssprachlich auch "Käsepappel" genannt. "Käse" bezieht sich auf die Früchte, die Käselaibe ähneln und "Pappel" auf die frühere Verwendung für Kinderbrei "Papp". (Quelle: http://www.wildes-berlin.de/wilde-malve/). Die Wilde Malve liebt trockene und nährstoffreiche Böden, und bietet Bienen, Hummeln und Schwebfliegen reichlich Nektar. Sie ist darüber hinaus auch Futterpflanze für mehrere Schmetterlingsarten.

Die Moschus-Malve hat hellrosa Blüten, wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch und wächst gerne auf kalkarmen Böden.

Wilde Malve (Malva sylvestris)

Foto: Margrit - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Malva Moschata

Foto: Andreas Rockenstein - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

JULI 2018                                                Kugeldistel (Echinops ritro)

Staude aus dem Mittelmeerraum, gehört zu den Korbblütlern.

Die Kugeldistel bietet Hummeln, Bienen und Schmetterlingen Nektar.

Sie ist anspruchslos und gedeiht auch auf mageren trockenen Böden.  Staunässe verträgt sie allerdings gar nicht. Sie wird in der Regel 80-100 cm hoch, kann aber auch noch höher werden.

Die verblühten Samenstände sind auch über den Winter hin attraktiv.

Fotos: Klaus Brocke, Ahnatal



JUNI 2018                                                   Wildrose (z.B. Rosa gallica, Rosa rugosa)

Rosa Gallica or Apothecary's rose

Foto: Dawn Huczek - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Wildrosen habe im Gegensatz zu vielen Edelrosen keine gefüllten Blüten und bieten viel Pollen für (Wild)Bienen.

Darüber hinaus bilden viele Wildrosen Hagebutten aus, die Vögeln im Herbst und Winter Nahrung bieten. Manche Wildrosen duften stark, es gibt sie in vielen Farben und Höhen.

Wildrosen sind in der Regel wesentlich pflegeleichter als hochgezüchtete Rosen, da keine besonderen Pflegemaßnahmen notwendig sind, wie z.B. das Ausputzen verblühter Blüten. Im Gegenteil, die Hagebutten sind erwünscht!


MAI 2018                                            Katzenminze (z.B. Nepeta x faassenii)

Foto: Nepeta

Elsa Spezio - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Eine dankbare und unkomplizierte Blütenstaude, die lange blüht und von Insekten geliebt wird. Sie zieht Hummeln, Schmetterlinge und (Wild)Bienen an. Es gibt sie in verschiedenen Höhen und Farben (blau, violett, weiß). 

Die Katzenminze blüht zwischen April und Juli - nach der Blüte zurückschneiden, dann blüht sie im Spätsommer ein zweites Mal. 

Wächst auf kargen sowie nährstoffreichen Böden.