2019

OKTOBER 2019

Herbstastern (Aster, verschiedene Sorten)

Beide Fotos: Ruth Brosche, Ahnatal

Astern gibt es in vielfältigen Sorten und damit Farben (von weiß über rosa/pink bis blau/violett/lila) und Höhen. Sie tragen verschiedene botanische Bezeichnungen wie Aster novae-angliae, novi-belgii, dumosus etc. 

Die Blüten erscheinen je nach Sorte zwischen August und Oktober, die Höhe variiert zwischen 20 und 120 Zentimetern. Je nach Größe können Astern im Beet als Bodendecker dienen wie Teppich-Astern oder ein geeigneter Beethintergrund sein.

Wie man an den Fotos sehen kann, bieten Astern mit Pollen und Nektar Nahrung für Insekten.

Die Stauden freuen sich über Laub als Winterschutz, was auch zur Düngung beiträgt, sind aber in der Regel frosthart und unkompliziert. Alle paar Jahre sollte der Wurzelstock geteilt und umgesetzt werden, damit die Pflanze kräftig und gesund bleibt.

Foto: Berg-Aster (Aster amellus) von Maja Dumat -  Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0) 
Foto: Berg-Aster (Aster amellus) von Maja Dumat -  Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0) 

SEPTEMBER 2019

Gewöhnliche/Gemeine Nachtkerze              (Oenothera biennis)

Oeothera biennis

Beide Fotos: Andreas Rockenstein -  Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

Die Nachtkerze ist eine faszinierende und unkomplizierte Zweijährige.

Sie blüht von Juni bis September und kann über 120 cm hoch werden. Die Pflanze bildet im ersten Jahr nur eine Blattrosette aus, aus dieser im zweiten Jahr hohe Blütenkerzen wachsen. Die gelben Blüten duften und entrollen sich erst abends in der Dämmerung (sie verwelken am nächsten Vormittag). Dies mitansehen, ist ein schönes Schauspiel. In diesem YouTube-Film kann man in Echtzeit zuschauen, wie die Blüten sich entfalten: https://www.youtube.com/watch?v=uLFm-SNPrag

Die Pflanze bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze und magere sandige bis lehmige Böden. Sie muss nicht gegossen werden, wenn es keine außergewöhnliche Trockenheit gibt. Staunässe wird nicht gut vertragen, schwere Böden müssen deshalb mit Sand abgemagert werden. An geeigneten Plätzen sät sie sich selber wieder aus.

Die Pflanze wird von Nachtfaltern angeflogen und morgens von Hummeln und Bienen. Z.B. das Taubenschwänzchen als tagaktiven Nachtfalter kann man dort beobachten. Ein Falter wurde nach der Nachtkerze benannt, der Nachtkerzenschwärmer. Die Nachtkerze bietet diesem und auch anderen Nachtfalterraupen Futter.

Die Nachtkerze ist eine Heilpflanze, ist allerdings erst seit ca dem 17. Jahrhundert in Deutschland angesiedelt. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika. Mit den Samen der Nachtkerze kann z.B. Nachtkerzenöl hergestellt werden, das bei verschiedenen Hautleiden wirksam sein soll.

AUGUST 2019

Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)

Tauben-Skabiose                                                                                          Schlafende Baumweißlinge an Tauben-Skabiose

Foto 1:  "Scabiosa columbaria" von Andreas Rockenstein -  Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0) 

Foto 2:   "Oh süßer Schlaf" - Aporia crataegi (Baumweißlinge) von Ralf Wimmer -  Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0) 

Die bläulich-violetten Blüten der Tauben-Skabiose blühen unermüdlich von Juni bis Oktober. 

Die Pflanze ist eine heimisch und im Magerrasen beheimatet und wächst dort häufig mit Wiesensalbei.

Sie mag wenig nährstoffreiche, eher trockene und gerne kalkhaltige Böden, verträgt aber auch lehmhaltigere Erde, die nicht staunass sein darf.

Die Wildstaude erreicht eine Höhe bis zu 80cm und wächst in Sonne und Halbschatten. Im Garten ist sie eine wertvolle Insektenweide für Tagfalter, Wildbienen und Schwebfliegen. Und Vögel lieben die Samen. An Stellen, die ihr zusagen versamt sie sich stark, dafür ist die Staude an sich nicht so langlebig.

Es gibt auch gelbe Arten (Scabiosa ochroleuca), die sehr dekorativ sind.

JULI 2019

Borretsch (Borago officinalis)

Borretsch

Thésée-la-Romaine und Villedieu-le-Chateau (Loir-et-Cher), beide Fotos: Daniel Jolivet- Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

Der Borretsch ist eines der typischen nordhessischen "Grüne Soße"-Kräuter und wird auch Gurkenkraut oder Himmelsstern genannt.

Einmal im Garten angekommen, versamt sich das einjährige Kraut sehr aktiv, also einmal Borretsch - immer Borretsch. Es bevorzugt nährstoffreiche Böden und einen warmen Standort.

Der Borretsch zeigt seine blauen Sternblüten von Mai/Juni bis zum ersten Frost und ist eine beliebte Bienen- und Hummelweide.

Bitte die abgeblühten Stengel stehen lassen, z.B. für den Grünfink, der sich als Vegetarier u.a. von Borretsch-, Natternkopf- und Sonnenblumensamen ernährt.

JUNI 2019

Ringelblume (Calendula officinalis)

Calendula von Ruth Brosche, Ahnatal
Calendula von Ruth Brosche, Ahnatal

Die Ringelblume ist eine ein-, teils auch zweijährige Pflanze mit einer Pfahlwurzel, sie wird 30-60 Zentimeter hoch. Ihre Blütenfarbe variiert zwischen Gelb und kräftigem Orange, die Blütezeit dauert von Juni bis zu den ersten Frösten. Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Florfliegen lieben die Ringelblume, sie bietet ihnen Pollen und Nektar.

Einmal im Garten angekommen, versamt die Ringelblume sich mit ihren namensgebenden geringelten Samen (siehe Foto unten) stark. Sie stellt keine besonderen Ansprüche an den Untergrund und wächst sowohl in schottrigem wie auch nährstoffreichem Boden. Sie mag es sonnig, im Halbschatten wächst sie zurückhaltender. Mit ihren Pfahlwurzeln locker die Pflanzen den Boden und werden teilweise auch zur Gründüngung eingesetzt.

Die Ringelblume ist auch als "Wetteranzeiger" bekannt, sie öffnet ihre Blüten nicht, wenn Regen droht. 

Die Calendula ist eine alte Heilpflanze und wird in Schriften u.a. von Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp mit verschiedenen Wirkweisen erwähnt. Die Blütenblätter werden in Form von Aufgüssen, Tees, Öl oder Salben verwendet.

Die Blütenblätter sind essbar und können dekorativ in Kräuterbutter oder Salaten verwendet werden.

Alles in allem ist die Ringelblume eine unkomplizierte und lohnende Gartenbewohnerin!

Bild 1: Solawi            Foto: Cornelia Kopp - Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

Bild 2: Illustration    www.wikipedia, Link: 282px-Calendula_officinalis_-_Köhler–s_Medizinal-Pflanzen-024.jpg

MAI 2019

Berg-Flockenblume (Centaurea montana)

Centaurea montana

Fotos: Dave Gunn - Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

 

Die Berg-Flockenblume wächst krautig, sie wird zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch und bildet mit der Zeit dicke Tuffs im Garten. Sie versamt sich stark und verbreitet sich auch über Wurzelausläufer.Die Blüten erscheinen von April bis Juni, die Pflanze remontiert/blüht erneut im Herbst nach dem Ausputzen der vertrockneten Frühjahrsblüten. Die Blütenkörbchen sind königsblau mit violetten Röhrenblüten in der Mitte. Die Flockenblume wächst in der Sonne und Halbschatten in nährstoffreicher Erde. Da sie sich stark ausbreitet und dicke Wurzeln entwickelt, sollte man sie gezielt setzen. Centaurea montana ist eine sehr schöne unkomplizierte und langjährige Bienenweide, die in keinem Naturgarten fehlen sollte.

Stieglitze und Distelfinken lieben die Samen. Wer diese Vögel in seinen Garten locken möchte, lässt die Pflanzen auch im abgeblühten Zustand für einige Zeit stehen; die Vögel merken sich die Standorte auch für das nächste Jahr. 

Stieglitz (Carduelis carduelis) von Margrit- Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)
Stieglitz (Carduelis carduelis) von Margrit- Flickr Commons (Creative Commons Licence Version 4.0)

APRIL 2019

Zierjohannisbeere (Ribes sanguineum)

 

Die Zierjohannisbeere ist ein hübscher und unkomplizierter Zierstrauch, der den frühen Hummelköniginnen und Bienen Pollen und Nektar spendet.

Sie hat schöne rote Blütentrauben, aus denen sich später kleine blaue Beeren entwickeln, die von Vögeln gerne verzehrt werden.

Der Strauch wird 2-3 Meter hoch, wächst langsam und hat eine aufrechte Form.

 

 

Zierjohannisbeere, beide Fotos von Klaus Brocke, Ahnatal
Zierjohannisbeere, beide Fotos von Klaus Brocke, Ahnatal

 

Die Pflanze wächst in Sonne und Halbschatten und benötigt nahrhaften, sandig-lehmigen, humosen Boden. Sie wächst aber auch klagelos im schweren nordhessischen Lehmboden der Verfasserin ;-)).

 

MÄRZ 2019                                       Kornelkirsche (Cornus mas)

Cornus mas, alle Fotos von Andreas Rockstein - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)

Die heimische Alternative zur aus China stammenden Forsythie, die keine Nahrung für Insekten oder Vögel liefert. Darüber sieht eine Forsythie im Herbst langweilig aus - nicht so die Kornelkirsche mit roten Früchten! 

Die Kornelkirsche ist der erste Frühblüher unter den heimischen Sträuchern und daher im zeitigen Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle. Im zeitigen Frühling bietet er mit seinen gelben Blüten reichlich Nektar und Pollen für Bienen, Hummeln und andere Insekten. 

Cornus mas ist ein Hartriegelgewächs und ein robuster und winterharter Strauch, der ideal ist für naturnahe Gärten.

Der Strauch ist auch ein bei Vögeln beliebt, im Herbst trägt er rote Früchte, die mit ihren Samen den Vögeln Nahrung liefern. Die Früchte sind auch für Menschen genießbar und können zu Gelee, Likör o.ä. verarbeitet werden.

Die Kornelkirsche kommt mit verschiedenen Gartenböden klar und benötigt Sonne oder Halbschatten.

FEBRUAR 2019                                               Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus)              Frühlings-Krokus (crocus vernus)

Frühlings-Krokus mit Honigbiene von Ruth Brosche, Ahnatal
Frühlings-Krokus mit Honigbiene von Ruth Brosche, Ahnatal

Draußen ist es noch ungemütlich und kalt - trotzdem können frühe Wildbienen, wie z.B. die Gehörnte Mauerbiene schon unterwegs sein. Auch junge Hummel-Königinnen, z.B. der Erdhummel, fliegen schon bei sehr niedrigen Temperaturen, denn sie suchen einen Ort, an dem sie ihr Volk gründen können. Honigbienen fliegen erst bei ca. 10 Grad Celsius.

Alle benötigen nach der Überwinterung dringend Nahrung. So sind die früh blühenden Krokusse eine wichtige Pollenquelle.

Krokusse werden ca. 5-10 Zentimeter hoch und lieben einen sonnigen durchlässigen Boden. Gepflanzt werden können sie im Herbst und als Faustregel gilt: Pflanztiefe drei Mal die Zwiebellänge. Eine besondere Pflege benötigen die Frühblüher nicht; nur sollte das Laub nicht entfernt werden, bevor es eingetrocknet ist, damit die Pflanzen Nährstoffe sammeln können.

Der Elfen-Krokus gehört zu den sogenannten Botanischen Sorten und ist kleinblütiger als der Frühlings-Krokus. Er blüht von Februar bis März und eignet sich sehr gut für naturnahe Gärten. Geeignet sind z.B. Stellen unter Gehölzen, die im Frühjahr Sonne erhalten, später nicht mehr unbedingt. Crocus tommasinianus sät sich aus und bildet über die Jahre dichte Teppiche. 

Frühlings-Krokusse (crocus vernus) blühen im März und April. Es gibt eine Vielzahl von Farben und Sorten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

Foto: Björn S.  - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0)