Was kann ich jederzeit tun?

Insekten- und vogelfreundliche Gartenbepflanzung planen

Soll Ihr Garten "lebendiger" werden?

 

Überprüfen Sie selbst, wie insekten- und tierfreundlich Ihr Garten ist.

Einen hilfreichen Selbsttest haben Studenten/-innen der Leuphana Universität in Lüneburg entwickelt. Den Test finden Sie hier oder hier ein wenig abgewandelt von der Zeitschrift "Biene und Natur".

 

Es helfen auch folgende Fragen:

  1. Welche insekten- und vogelfreundlichen Pflanzen habe ich schon und wann blühen diese?
  2. "Tracht-Fließband" bedeutet, dass von Februar bis November etwas für Insekten blüht. In welchen Monaten blüht bei mir nichts?          
  3. Gibt es Gehölze, die mit Beeren in Herbst und Winter Nahrung und Schutz für Vögel bieten, wie z.B. Sanddorn, Felsenbirne, Wildrosen, Vogelbeere, Faulbaum etc.?                                                                                                                                 Eine gute Übersicht zur Gestaltung von vogelfreundlichen Gärten gibt es hier

 Und dann folgt das Schönste für Gärtnerinnen und Gärtner:

Für den vorhandenen Boden passende Stauden und Gehölze aussuchen und ggf. pflanzen! 

Frühling oder Herbst sind ein guter Zeitpunkt, die eigene Gartenbepflanzung zu überdenken und insekten- und vogelfreundliche Sträucher und Stauden zu pflanzen. 

Hier gibt es sehr übersichtliche und informative Listen von bienenfreundlichen Pflanzen für Balkon und Garten.                                                                                                                                      

Ein Tipp:

Wurzelnackte Gehölze und Wildrosen sind wesentlich preiswerter als Containerware, sie sind in den örtlichen Baumschulen zu erhalten und von Oktober bis März zu pflanzen. Lassen Sie sich bei der Baumschule beraten, was zu beachten ist und ob eine Pflanzung zum aktuellen Zeitpunkt erfolgversprechend ist.


Schmetterlinge in den Garten locken

Bild 1 Kleiner Fuchs   Foto: Martin Herbst www.garten-der-gruenspechte.de

Bild 2 Schwalbenschwanz   Foto: Martin Herbst, www.garten-der-gruenspechte.de

Bild 3 Zitronenfalter   Foto: Ruth Brosche, Ahnatal

Bild 4 Taubenschwänzchen   Foto: Ruth Brosche, Ahnatal

Schmetterlinge sind schön anzusehen und gehören zum Sommergarten.

Aber wie viele und welche Schmetterlinge sind bei Ihnen unterwegs?

Diese Insekten benötigen heimische Pflanzen, die den geflügelten ausgewachsenen Tieren Nektar bieten, sowie Pflanzen, an denen die Eiablage statt und die Raupe Nahrung finden kann.

Schmetterlinge und ihre Raupen sind auf bestimmte Pflanzen "gepolt", d.h. die Beziehung Nahrungspflanze - Schmetterling und Schmetterlingsraupe - Futterpflanze hat sich evolutionär in Jahrhunderten/-tausenden entwickelt. Die Luftakrobaten können nicht einfach umschwenken auf andere Pflanzen...

Z.B. fressen Schwalbenschwanzraupen Dillblätter, die Raupen des Malven-Dickkopffalters benötigen Malven, der Aurorafalter die Knoblauchrauke zur Eiablage.....

Manche Pflanzen wie der Dost/Wilder Majoran, Thymian und Natternkopf bieten Nahrung für viele Falter.

 

Hier gibt es ausführliche Informationen zu geeigneten Schmetterlingspflanzen:

     schmetterlingspflanzen.xsql

      https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/schmetterlinge/schmetterlingsgarten/

Hier gibt es einen Artikel des NABU zu Schmetterlingen im Garten:

     https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-     garten/tiere/insekten/01446.html

Hier finden Sie eine Anleitung für eine Schmetterlingsspirale mit Blumen, die Schmetterlinge lieben:

     https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/elemente/22378.html

     https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/elemente/20649.html

Viele Tipps finden Sie auch im Buch "Mein Schmetterlingsgarten" von Elke Schwarzer.

Schutz für kleine und große Tiere

Gehörnte Mauerbiene, Osmia cornuta 190320 064.jpg von Jürgen Mangelsdorf  - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0) 
Gehörnte Mauerbiene, Osmia cornuta 190320 064.jpg von Jürgen Mangelsdorf  - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0) 

Um mehr Tiere in den Garten zu locken, hier eine Ideensammlung:

  • Sandarium anlegen für erdnistende Wildbienen: https://hortus-netzwerk.de/mini-tipps/sandarium/
  • Totholzhaufen oder -elemente für Wildbienen, die in Totholz nisten, 
  • Nisthilfen für Wildbienen (zum Bewusstmachen und Zeigen)
  • Hummelkasten aufstellen (wird nur im zeitigen Frühjahr angenommen)
  • Wassertränken für Insekten und Vögel einrichten
  • Vogelnistkästen anbringen
  • Fledermauskästen für Fledermäuse anbringen: Diese finden immer weniger ungestörte Plätze in alten Bäumen und Dachböden
  • Igelhaus bauen und aufstellen
  • .........

Alle Nistkästen, Nisthilfen etc. sind nur sinnvoll, wenn es parallel ein entsprechendes Nahrungsangebot für diese Tiere gibt! Hierzu finden Sie auf unserer Webseite zahlreiche Links zu Listen mit geeigneten Pflanzen für eine insekten- und vogelfreundliche Bepflanzung.

 

Links:

Buchempfehlungen:

  • Werner David, Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen - Leitfaden für Bau und Praxis - so gelingt's
  • Markus Gastl: Ideenbuch Nützlingshotels für Igel, Vögel, Käfer & Co.
Rote Mauerbiene Osmia bicornis von Jürgen Mangelsdorf - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0) 
Rote Mauerbiene Osmia bicornis von Jürgen Mangelsdorf - Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0) 

Igel im Garten unterstützen

Foto: Ruth Brosche, Ahnatal

Igel sind stark davon betroffen, dass die Zahl der Insekten zurückgeht, denn sie ernähren sich von Insekten wie z.B. Laufkäfern, Raupen, Ohrwürmern und Hundertfüßlern. Weniger Insekten insgesamt bedeutet, dass Igel weite Strecken zurücklegen müssen, um genug Nahrung zu finden. Dies führt generell zu einem höheren Energieverbrauch und dazu, dass sich die stacheligen Kleinsäuger nicht genug Winterspeck für den Winterschlaf anfuttern können.

Erschrecken Sie jetzt in diesen Monaten nicht, wenn Sie abends im Garten ein lautes Schnaufen oder Fauchen hören. Zwischen Mai und August ist Paarungszeit bei den Igeln und dabei wird es auch laut! Nach einigen Wochen Tragezeit bringt das Igelweibchen blinde und taube Igeljungen auf die Welt. Die Jungen haben zwar schon Stacheln, diese sind zu Anfang aber noch weich!

 

So sieht ein igelfreundlicher Garten, in dem Igel Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten finden, aus:

  • Er bietet den stacheligen Säugetieren Durchgänge zu anderen Gärten, damit sie ein großes Areal zur Futtersuche haben.
  • Es gibt flache Wasserstellen zum Durst stillen.
  • Die Bepflanzung ist insektenfreundlich, besteht also aus heimischen Pflanzen mit Pollen und Nektar für Schmetterlinge, Käfer und Bienen.
  • Es finden sich Totholz und unberührte Ecken im Garten, die Käfern und Würmern Lebensraum bieten.
  • Es gibt Unterschlupfmöglichkeiten für Igel wie Totholz/Reisighaufen, wilde Ecken und Hecken, in denen sie sich tagsüber aufhalten und im Winter ihren Winterschlaf halten können.
  • Der Garten muss giftfrei sein, damit es eine Insektenvielfalt gibt.
  • ...

Sorgen wir jetzt für die Igel, unterstützen wir, dass diese genug Nahrung bekommen und gut über den Winter kommen.

Da das Nahrung finden für Igel, wie oben beschrieben, schwieriger geworden ist, empfehlen manche Igel-Experten (z.B. www.pro-igel.de) eine Futterstelle, die mit Katzennass- oder Igeltrockenfutter bestückt wird. 

Damit das Futter vor Katzen und Waschbären geschützt ist, kann der Bau eines Futterhauses sinnvoll sein.

 Ein Futterhaus kann z.B. so aussehen, siehe Foto links.

Eine Anleitung dafür finden Sie auf der Seite von www.pro-igel.de: 

 http://www.pro-igel.de/lebensraum/lebensraum_pdf/bauanleitung_futterhaus.pdf

 

 

 

 

 

Futterhaus für Igel, Blick ins Innere

Foto: Birgit Hupfeld, Ahnatal

Auf dieser Seite finden Sie eine Vielzahl von weiteren Informationen rund um Igel:

     http://www.pro-igel.de

Und hier gibt es eine Anleitung zum Winterhaus bauen:

     https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/mission-gruen/17295.html