Dieses Schild weist Zugreisende auf den Projektgarten hin - finanziert durch die Stiftung "Mitarbeit"

Das Projekt:

Am Bahnhof Weimar, hinter dem Park+Ride-Parkplatz, entsteht seit Mai 2021 der "Ahnataler Wildblumengarten", ein Naturgarten als Schau-, Lern- und Mitmachgarten. 

Wir möchten zeigen, wie schön so ein lebendiger Garten mit heimischen Pflanzen aussehen kann und wie jedeR etwas zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen kann!

Der "Ahnataler Wildblumengarten am Gleis:

= ein Garten mit heimischen Pflanzen, auf die die hiesige Tierwelt angepasst ist (wie Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen, Nektar- und Pollenpflanzen für Wildbienen, Vogelnährgehölze usw.)

= eine Fläche mit unterschiedlichen Lebensbereichen für Tiere, z.B. Totholzhaufen, Sandarium, wechselfeuchte Kuhle und zahlreichen anderen Naturgartenelementen

= die Grundstrukturen professionell angelegt, alle Pflanzen und Module in ehrenamtlicher Arbeit gesetzt und gestaltet!

Schritt für Schritt gestalten wir einen blühenden, lebendigen, lehrreichen und ganz besonderen Aufenthaltsort in Ahnatal, der allen offen steht!

Hier ist der Link zu einem Film der Gemeinde über das Projekt, wir bedanken uns sehr für diese gelungene Vorstellung des Projektes (Stand 07/2021):  https://www.facebook.com/Stephanhaenes/videos/258520016131183/

 

Chronik der Entstehung:

Juli 2022

Der Wildblumengarten wird im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier mit Bürgermeister Stephan Hänes interessierten Mitbürger*innen vorgestellt: Es gibt zahlreiche begeisterte und positive Rückmeldungen zu unserem Engagement - danke dafür!

Bericht unter Aktuelles, Termine und Berichte.

 

 

 

 

 

Foto Ruth Brosche, Ahnatal

 

Mai/Juni 2022:

Die Rosen blühen, die Stauden im Kalkschotter-Beet wachsen an - der Garten wird einladend!

Und am Ende des Wildblumengartens entsteht eine Boule-Bahn....

Es hat sich viel getan, liebe Mitbürger*innen, kommt vorbei und schaut!

 

 

April 2022:

Endlich, das mit Trockensteinmäuerchen eingefasst Kalkschotter-Hochbeet am Eingang ist bepflanzt :-)

Wer ungläubig den Begriff "Schotter" hört, hier entsteht kein "Garten des Grauens", sondern ein wertvoller Lebensbereich für Pflanzen, die es nährstoffarm und sonnig lieben! Es wurden Ochsenzunge, Wolfsmilch-Art, Blauraute, Purpur-Klee, Kugelblume und viele anderen Pflanzen gesetzt, die bald blühen werden.

Zahlreiche Insekten, wie Wildbienen, Schmetterlinge (adulte Form und Raupen) und Schwebfliegen werden

damit Nahrung finden.

Hier gibt es mehr Infos zum Kalkschotterbeet.

 

März 2022:

Was für ein Glück, alle frisch gesetzten Gehölze sind wunderbar über den Winter gekommen, auch die 11 Rosen, die zukünftig am Eingang eine duftende Rosenhecke bilden werden, sind am Austreiben.

Die Krokusse blühen, die Traubenhyazinthen und Tulpen stehen in den Startlöchern, genau wie die im Herbst gesetzten Stauden!

Und die ersten Pflanzen der Ansaat 2021 "Wärmeliebende Saum" (Samenmischung von Rieger-Hofmann) werden bald blühen.

Auch der Eingangsbereich wurde mit den vorhandenen alten Pflastersteinen nun in voller Breite gepflastert.

Hinter dem Sitzsteinkreis entsteht ein Totholzzaun mit schattenliebenden Stauden und Farnen darum und für die erdnistenden Wildbienen und andere Insekten wurde ein Bereich freigelegt.

Wir freuen uns auf das neue Gartenjahr 2022!

 

2021

November 2021:

11 naturnahe Rosen wurden gesetzt. Trotz vorheriger Bodenlockerung mit dem Bagger kamen wir aufgrund des steinigen Bodens ganz schön ins Schwitzen...

Wir hoffen, dass nächstes Jahr Hechtrose/Rosa glauca, sowie "Stanwell Perpetual", "Robbie Burns", "Single Red Scotch", "Hansa", "Mozart", "Vacratot", "Musquée de Sans Soucis" u.a. unsere Mitbürger*innen mit ihren Blüten und Duft erfreuen werden.

Die Insekten und Vögel haben auf jeden Fall ihre Freude daran, denn alle Rosen sind ungefüllt und bieten Pollen für Wildbienen und später Hagebutten als Winternahrung für Vögel.

 

Oktober 2021:

Die Ansaat "Wärmeliebender Saum" von Rieger-Hofmann, ausgesät auf Kalkschotter mit ein wenig Kompost, ist wunderbar aufgelaufen und bildet einen grünen Teppich, die Ackerringelblume blüht noch.

Eine Fläche neben dem Sandarium wurde als Versuchsbeet mit Baumstämmen terrassiert und eine Samenmischung für Dachbegrünung ausgesät.

Darüber hinaus waren fleißige Leute zugange: Es wurden mehrere heimische Sträucher/Bäume wie Gewöhnliche Felsenbirne, Mispel, Eberesche, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche und mehr, sowie eine Hechtrose, in das Areal gepflanzt, das später ein kleines Wäldchen bilden soll. 

Dazu wurden über 70 Stauden gesetzt und hunderte Zwiebeln von Schachbrettblume, Traubenhyazinthen, Wildkrokus und Wildtulpen.

 

Damit es im Frühjahr 2022 sprießt und blüht!

 

September 2021:

Am Eingang des Wildblumengartens auf der linken Seite wurden Trockensteinmäuerchen zwischen die Findlinge gesetzt und mit Kalkschotter hinterfüllt. So wird aus einer Ansammlung von Steinen ein Steinhochbeet, das mit trockenheitsliebenden Stauden bepflanzt werden wird. 

Und die Wildblumenansaat auf dem Kalkschotter-Kompostwall ist aufgegangen! Hier werden im nächsten Jahr Wildblumen und -stauden blühen:

 

Juli 2021:

  • Ein Sandarium für bodennistende Wildbienen und andere Insekten ist entstanden: Eine Ladung Sand wurde mit Totholz und Steinen ansprechend gestaltet, dabei wurden wir schon von Sandbienen und -wespen umschwirrt. Diese Insekten leben solitär und sind nicht angriffslustig. Jedes einzelne gräbt einen Gang in den lehmigen Sand und legt Eier mit einem Nahrungsvorrat (Nektar und Blütenstaub bei den Bienen, betäubte Insekten bei den Sandwespen) in Brutzellen hintereinander. Wer genau hinschaut, kann die Löcher entdecken. Im nächsten Frühjahr wird es hier hoch hergehen. Das Sandarium soll nur wenig bepflanzt werden; wir haben einige Pflanzen gesetzt, die lehmigen Sand mögen und von Wildbienen angeflogen werden: Rundblättrige Glockenblume, Johanniskraut, Karthäuser Nelke, Dost, Lavendel und mehr...

Foto links: Weiden-Sandbiene (Andrena vaga) von Jan K.- Flickr Commons  (Creative Commons Licence Version 4.0), andere Fotos: Verein

  • Die lehmige Feuchtmulde ist bepflanzt - es entsteht ein Ort für Schmetterlinge und Wildbienen: In der ausgehobenen Mulde ist lehmiger Unterboden auf den vorhandenen tonigen Untergrund aufgebracht. Dort sammelt sich Regenwasser - je nach Witterung steht hier Wasser, es ist lediglich feucht oder in heißen Sommern auch mal trocken. Hier wurden Pflanzen wie Blutweiderich, Mädesüß, Wasserdost, Rossminze, Sumpfdotterblume, Sumpfiris u.a. in die feuchte Lehmerde gesetzt. Diese Pflanzen vertragen es wechselfeucht, das bedeutet sowohl "nasse Füsse", wie auch kurzzeitige Trockenheit. Im nächsten Jahr wird es hier blühen, summen, brummen und schwirren.
  • Der Boden des Steinatriums wurde von einem kreativen Mitglied mit viel Geduld spiralförmig gepflastert, hier können unsere Mitgliedertreffen statt finden (siehe Bild weiter unten)
  • Eine erste Fläche ist eingesät, mit Saatgut von Wildblumen und -stauden. Das Wallbeet rechts beim Eingang wurde eingesät und zwar folgendermaßen: Regionaler Kalkschotter mit Körnung 0-32 mm wurde aufgehäuft und darauf ca. 3 cm Kompost eingearbeitet, hierauf wurde die Samenmischung "Wärmeliebender Saum" von Rieger-Hoffmann eingesät. In dieser Mischung sind einjährige, zweijährige und mehrjährige Pflanzen enthalten, die entweder noch im Herbst oder im Frühjahr 2022 auflaufen. Einige Initialstauden wie Skabiosen, Bergminze u.a. wurden dazwischengesetzt.
  • Der Zaun ist da: Notwendig als Vorgabe der Deutschen Bahn zum Gleis hin und nach vorne, damit der Widlblumengarten nicht als Gassi-Ort genutzt wird. 

Juni 2021

11.-16.06. Baustart!

  • Mit dem Bagger wurde die Fläche von Hunderten von Pflastersteinen befreit!
  • Erste Modellierungen, wie Höhen und Tiefen wurden vorgenommen und mehrere Tonnen Rohfelsenblöcke aus dem regionalen Steinbruch eingefahren. 
  • Die Planungsfrauen samt Anhang wurden dazu geholt, um Wurzelfilz aus dem Bereich für eine spätere Wildblumenwiese zu rechen und den Pflasterweg durch den späteren Garten zu sichern.
  • Rohfelsblöcke wurden in zwei Reihen hintereinander platziert.
  • Schotter, Unterboden und lehmiger Sand wurden eingebracht.
  • Eine Senke wurde ausgehoben und mit Lehmerde ausgekleidet, um dort später Wildpflanzen zu säen und pflanzen, die ein wenig mehr Wasser benötigen.
  • Hügel mit nährstoffarmen Substrat wurden geformt, hier können Ansaaten gemacht und Sträucher gepflanzt werden.

Dies alles in einer tollen Zusammenarbeit unseres Planers Stefan Wrobel mit Baggerfahrer Christian - vielen Dank an euch beide!

 

Seht selbst:

Mai 2021

Befreien des Geländes von abgestorbenen Brombeerranken:

10 Unerschrockene kämpften einen Samstag Nachmittag mit unzähligen meterlangen Brombeerranken.

 

22.05.2021:

Der Garten- und Freiraumplaner Stefan Wrobel sichtete mit der Planungsgruppe (Helga Tewes, Susanne Hauser, Nathalie Dettmar) die eingereichten Vorschläge und fasste diese in einem Entwurf zusammen (s.u.)

Die Fläche wird sehr abwechslungsreich gestaltet, mit verschiedensten Lebensbereichen für viele unterschiedliche Tiere - dies wurde am häufigsten genannt.

Die bewachsene Böschung wird zum größten Teil erhalten, mit einer "Grünen Grotte" und Waldstauden aufgewertet, auf der Fläche zum Gleis hin entstehen vielfältige Strukturen mit Sitzgelegenheiten, Magerbeeten, neu gepflanzten Büschen u.v.m.

 

 

Am 31.05. wurde der Plan in einer Online-Sitzung interessierten Mitgliedern vorgestellt:

Gestaltungsplan von Stefan Wrobel, Freiraumplaner, für den Ahnataler Wildblumengarten.

Hier auch zum Download im großen Format zum Reinzoomen für alle Interessierten - es lohnt sich :-)

Download
Planung coloriert Ahnatal 2021.jpg
JPG Bild 16.3 MB

 21.05.2021:

Ein Beteiligungsprojekt in der Pandemie mit Kontaktbeschränkungen - wir machen das Beste daraus!

Beteiligungsaufruf an Mitglieder und über HNA-Artikel: Es kamen bis 21. Mai 2021 viele gute Ideen zur Platzgestaltung zusammen, dankeschön :-)

 

Oktober 2020 - April 2021:

Die Planungsgruppe (Helga Tewes, Susanne Hauser, Nathalie Dettmar) hat Fördermittel akquiriert, sich um Pachtvertrag, Planer u.v.m. gekümmert...

Die Gemeinde Ahnatal stellt das Gelände pachtfrei zur Verfügung, herzlichen Dank!

Anträge zur Finanzierung wurden gestellt und positiv beschieden! 

 

Es unterstützen uns:

  • Förderprogramm "Regionalbudget" über Region Kassel-Land 
  • Postcode-Lotterie 
  • Erika-Krauskopf-Stiftung (unter dem Dach der Kasseler Bürgerstiftung)
  • Die "Stiftung Mitarbeit" hat zwei Infoschilder finanziert (siehe Fotos)

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mittelgebern, die unsere Idee überzeugend fanden!

 

Wir bedanken uns darüber hinaus sehr bei

 

- der Gemeinde Ahnatal für die unkomplizierte und hilfreiche Kooperation und Unterstützung in allen Fragen

- der Kasseler Sparkasse für Ihre Zuwendung

- dem Betrieb Daniel Dietzsch für die Anlieferung frei Gelände von hochwertigen Sträuchern und Bäumen, Holzstämmen für die Umrandungen und weiterer Unterstützung

 - dem Betrieb Özen in Fuldatal für die kostenfreie Lieferung von 50 Kubikmeter Unterboden

- dem Betrieb Speckenheuer 

- "Flo's kleinem Hausmeisterservice" für das zur Verfügung stellen des Minibaggers

- Frau Ràcz, Frau Brosche und Frau Hintz für Ihre Spenden

 

Hier ein paar Einblicke aus der Planungswerkstatt am 22.05.2021: